Inoffizielles Goldverbot im Gange?
Oktober 17, 2008
Es scheint, als ob die Bundesregierung den Run in das Gold, aber auch in das Silber, gestoppt hätte. Der Goldmarkt, sowie auch der Silbermarkt für physische Ware ist so gut wie ausgetrocknet. Edelmetallhändler bitten von Bestellungen abzusehen. Die Banken bieten ebensowenig die gefragten Metalle. Bestellungen von Bankmitarbeitern nimmt das entsprechende Bestellsystem nicht mehr an.
Es sieht so aus, als ob eine Anweisung der Regierung an die Banken ergangen wäre, kein Gold und Silber mehr anzubieten. Das kommt einem Goldverkaufsverbot gleich, wobei dieses natürlich nicht medial und hochoffiziell ausgesprochen wird, sondern höchstgeheim. Schliesslich leben wir in einer Demokratie und prinzipiell ist alles erlaubt, solange es keinen Mitbürger beeinträchtigt oder geltendes Recht verletzt. Soweit die Theorie. Goldkauf oder -verkauf sollte kein geltendes Recht brechen.
Wer profitiert vom Goldverkaufsverbot?
Die wichtigste Frage bei Ereignissen solcher Tragweite muss immer lauten: Cui bono? (Laut Wikipedia zu deutsch soviel wie: Bei einem Verbrechen fällt der Verdacht am ehesten auf denjenigen, der daraus den größten Nutzen zieht.)
Um diese Frage zufriedenstellen zu beantworten, sollte man etwas weiter ausholen. Zur Zeit erleben wir eine Immobilien-, Finanz- und Kreditkrise. Das Geld ist überall knapp. Der Schmierstoff der Wirtschaft ist nicht mehr in ausreichender Menge vorhanden, überall fehlt er. Nicht nur beim kleinen Mann, sondern auch bei den grossen Banken gibt es zu wenig davon.
Die Regierungen haben eine geniale Idee. Sie sind zwar alle hochverschuldet, aber sie geben der Finanzwirtschaft einen grossen Batzen Geld! Super. Alles ist wieder in bester Ordnung, der Dax schiesst mit 11% in die Höhe. Nur, wo kommt dieses Geld denn her? Es wird virtuell geschaffen. Es gibt keinen adäquaten Gegenwert in Gütern, Immobilien oder Edelmetallen dazu. Dies führt zu einer Ausweitung der bestehenden Geldmenge ohne Gegenwert und das bedeutet INFLATION.
Nun ist der kleine Mann nicht immer ganz so dumm, wie die Obrigkeit und die Medien vermuten und so sichert er sich gegen die Inflation ab und kauft von einem Teil seines Barvermögens Edelmetalle. So konnte es passieren, dass die Edelmetallverkäufe in den letzten zwei Monaten um das zehnfache zugelegt hatten.
Hier kommt nun der Staat ins Spiel und sagt hinter vorgehaltener Hand: HALT! Wenn du dein Geld in Edelmetalle anlegst, können wir diesen Teil deines Vermögens nicht mehr inflationieren und uns damit als Staat nicht sanieren, bzw. unsere Schulden nicht weginflationieren. Das kann nicht sein. Es soll kein Gold und Silber mehr gekauft werden dürfen. Und so ergeht ein inoffizielles Goldverkaufsverbot an die Banken und letzten Endes irgendwann auch an die Edelmetallhändler oder die Ware wird bereits an der Quelle zurückgehalten. Parallel zum Verkaufsverbot sind die Medien mit ihren Experten ebenfalls zugange das Gold als Vermögensanlage schlecht zu reden. Die Argumente sind wohlbekannt und lächerlich: Gold bietet keine Zinsen, der Goldpreis wird nicht steigen, usw.
Jetzt, wo das Gold praktisch nicht mehr verfügbar ist, lockert sich die mediale Gehirnwäsche in Bezug auf Gold und manchmal wird sogar die Investition in Gold empfohlen. Nur kommt man an keines mehr ran.