Wenn besorgte Bürger bei Ihrer Bank anfragen, ob denn ihre Ersparnisse noch sicher seien, so erhalten sie stets die gleiche Antwort. Selbstverständlich seien die Einlagen sicher. Es wird mit dem Einlagensicherungsfonds argumentiert, der aber mit dem Lehman Brothers Desaster höchstwahrscheinlich aufgebraucht wäre. Ein besorgter Kunde sagt, diesmal sei es ernst, aber er würde das Geld nicht von der Bank holen, denn es nütze ja nichts. Sobald die Banken kein Geld mehr rausrücken, ist es unter dem Kopfkissen vielleicht doch besser aufgehoben. (Anm. d. Red.)
Weitere Parolen, wie „Sparer müssen sich keine Sorgen machen“ und andere Beruhigungspillen werden derzeit nur zu gerne verteilt. Was man bei dieser Argumentation nur allzu gerne vergisst ist, dass ein Bank-Run die unangenehme Eigenschaft besitzt massiv aufzutreten. Viele Leute wollen ihr gesamtes Geld abholen. Da braucht man nur mal ein bisschen kopfzurechnen und es ist schnell klar, dass der Einlagensicherungsfonds mit 4,6 Milliarden Euro eher ein schlechter Scherz ist.
Hierbei darf man nie vergessen, dass das Ziel der Politik, der Wirtschaft und des Bankenwesens nicht der Schutz des Kleinsparers ist, sondern der Erhalt des Status Quo. Selbst wenn das Vermögen der Sparer dabei verbrannt wird.
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